Steve Gibbons
Unvergessen: down in the bunker, no spitting in the bus usw. usw.
Seit 40 Jahren „on the road”, aber „forever young”, einzigartig und zeitlos,
so muss man Steve Gibbons und seine Musik beschreiben. Wie kaum ein anderer seiner Generation hat er den Rock'n Roll Circus überlebt und behauptet sich weiterhin mit seinem ihm eigenen Stil. Er vereint Rock, Blues, Country und sogar Psychodelic auf großartigste Weise.
Schon in den 60ern stieg er in die Musikszene Birminghams ein und gründete in den frühen 70ern die erste Steve Gibbons Band. Seitdem hat er 15 Alben veröffentlicht. Er tourte mit The Who, Little Feat, Lynard Skynard u.v.a. Heute steht er solo oder mit seiner Band auf der Bühne. Außerdem ist er in verschiedene bedeutende Projekte eingebunden, so z.B. in The Dylan Project mit dem Gitarristen P.J.Wright und den Musikern von Fairport Convention Dave Pegg, Simon Nicol und Gerry Conway.
Auf der Bühne ist der Mann aus Birmingham ein Geschichtenerzähler. Und so beginnt ein jedes seiner Konzerte mit einem langen, spannend erzählten Intro, in dem er Sprachrhythmus und swingenden Blues-Rock zusammenbringt und so die Spannung steigen lässt.
„Der brillante Entertainer mit fesselndem Charme” (US-Ausgabe des Rolling Stone) blieb sich immer treu. Er nahm in dadurch in Kauf, dass er nie einer der ganz Großen werden und nie auf den Stadion-Bühnen herumtunen durfte, dafür aber stets einer der Besten blieb und in den europäischen Clubs als feste Größe zu Hause ist. Der hagere Sänger und Gitarrist mit den weißen Haaren, meist ganz gentlemanlike im Gehrock, hat Stil und Charisma. Ohne Verbitterung oder gar Selbstmitleid bringt er mit der Gelassenheit des Alters reichlich Selbstironie mit auf die Bühne.
Lässig schüttelt der Dylan-Verehrer seine Songs und Geschichten aus dem Ärmel mit Herzblut und Kennerschaft. Seine Songs verdichten sich zu einer Saga der Sehnsucht. Darin spielen schöne Frauen und einsame Helden, gebrochene Herzen und schnelle Autos die Hauptrollen. Als „personal heroes” dienen Chuck Berry, Carl Perkins, Bob Dylan und Eddie Cochran.
Stefan Radlmeier, Feuilleton-Chef der Nürnberger Nachrichten, schreibt über einen Auftritt beim „blues & jazz open Wendelstein-Festival” unter der Überschrift „Lässiger Altmeister”:
„Die Welt ist ungerecht. Wenn's anders wäre, hätte ein Mann wie Steve Gibbons längst einen Ehrenplatz in der Ruhmeshalle des Rock'n'Roll und würde in Riesenarenen auftreten. Stattdessen ist der charismatische Sänger bis heute ein Geheimtipp, der von einer eingeschworenen Fangemeinde seit Jahren verehrt, von der breiten Masse aber leider ignoriert wird. ... erlebte ein begeistertes Publikum vier musikalische Sternstunden. Eine lange Blues-Rock-Nacht mit Seltenheitswert.”